Bagom 'Wo ist mein Gesicht?'

Jul 14, 2020

Was ist 'Wo ist mein Gesicht?'

Es ist eine audioaktive Gemeinschaft, in der wir Geschichten teilen, die sich als Tragödien angefühlt haben, als sie geschahen, aber aus denen wir im Laufe der Zeit gelernt haben, zu lachen. So lachen wir zusammen und heben die Gesichter des anderen auf.

Tragödie plus Zeit wird zu Komödie. Das gute alte, etwas abgedroschene Sprichwort. 

Das, was in der Realität passiert ist, ist das Lustigste – und wenn man die peinlichen Geschichten sammeln und mit ihnen lachen kann, dann denke ich, dass es wirklich, wirklich gut werden kann. 

Das ist also meine Hoffnung. 


Was hat man davon, deinen Podcast zu hören?

Man sollte eine Ruhe darin finden, dass der Mensch nicht perfekt ist und all die Peinlichkeiten, die man erlebt hat, durchaus geteilt werden können und als eine Art Entspannung der Schultern empfunden werden können. Die peinlichen und beschämenden Erlebnisse sind die Nieten in der Rüstung, die uns als Menschen rosten.

Warum machst du das?

Ich mache es in der Hoffnung, dass wir besser darin werden, über uns selbst zu lachen. Selbstironie ist für mich persönlich sehr wichtig – und das ist es auch in meinem Freundeskreis. Wir sind so hart zu uns selbst, und nun haben wir langsam begonnen, echte Bilder von uns selbst zu teilen – also lasst uns einen Schritt weitergehen – und auch die peinlichen Geschichten teilen. 

Wo ist dein Gesicht?

Es ist genau hier. Der Podcast heißt "Wo ist mein Gesicht", weil es von einem anderen, etwas abgedroschenen Sprichwort über Gesichtsverlust stammt. Man kann nur sein Gesicht wieder aufheben, wenn man das Peinliche anerkennt, das passiert ist, als man sein Gesicht verloren hat. 

Wenn man deinen Podcast gehört hat, was hört man dann?

Es gibt wirklich viele Podcasts, die ich gerne höre. Ich liebe Geschichtenerzählen, wenn die Leute gut darin sind. Einige der besten in einem ganz anderen Genre sind – The Moth – das ist eine sehr amerikanische Tradition, bei der sie gut darin sind, die Geschichten zu schreiben und zu erzählen – und das ist ein wenig meine Hoffnung, es auf Dänisch zu machen. Einer meiner neueren Favoriten ist 'Sonntags weinen wir', der ebenfalls persönliche Geschichten teilt, in denen man sich leicht wiedererkennen kann.